Kurvenbahnen
Kurvenbahnen für einen effizienten und platzsparenden Materialfluss
Kurvenbahnen ermöglichen es, Kartons, Behälter und andere Stückgüter zuverlässig um Ecken zu transportieren und gerade Förderstrecken miteinander zu verbinden. Dadurch lassen sich Materialflüsse an die räumlichen Gegebenheiten in Lager, Produktion, Kommissionierung und Versand anpassen. Das Fördergut bleibt während der Richtungsänderung auf der Bahn und muss nicht von Hand umgesetzt werden. Dies reduziert den körperlichen Aufwand und unterstützt einen gleichmäßigen, effizienten Arbeitsablauf.
In unserem Sortiment finden Sie unangetriebene Kurvenbahnen mit 45 oder 90 Grad. Abhängig vom Fördergut und der benötigten Tragfähigkeit stehen Röllchenkurven sowie Rollenkurven zur Auswahl. Verschiedene Bahnbreiten ermöglichen eine passende Abstimmung auf Kartons, Transportbehälter und andere formstabile Güter.
Förderstrecken flexibel an räumliche Gegebenheiten anpassen
Nicht jede Förderanlage kann geradlinig durch einen Raum geführt werden. Maschinen, Arbeitsplätze, Säulen, Wände oder Verkehrswege machen häufig eine Änderung der Transportrichtung erforderlich. Förderbahnkurven schaffen hierfür eine praktische Lösung. Sie können zwischen geraden Bahnelementen eingesetzt werden und ermöglichen eine an den verfügbaren Platz angepasste Streckenführung.
Besonders in kompakten Lager- und Versandbereichen tragen Kurvenbahnen dazu bei, vorhandene Flächen effizient zu nutzen. Eine Förderstrecke kann beispielsweise um einen Packplatz herum, entlang einer Wand oder von einer Produktionslinie zu einem Übergabepunkt geführt werden. Gleichzeitig entfällt das wiederholte Anheben und Umsetzen der Transportgüter.
Typische Vorteile sind:
- platzsparende Änderung der Förderrichtung
- Verbindung gerader Rollenbahnabschnitte
- geringerer manueller Transportaufwand
- bessere Nutzung der vorhandenen Betriebsfläche
- Einbindung in bestehende Förderanlagen
- Unterstützung ergonomischer Arbeitsabläufe
Welche Kurvenbahnen sind erhältlich?
Bei der Auswahl kommt es unter anderem auf die Abmessungen, das Gewicht und die Bodenbeschaffenheit des Förderguts an. In unserem Sortiment finden Sie sowohl Röllchenkurven als auch Rollenkurven. Beide Varianten arbeiten ohne eigenen Antrieb, unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau und ihrer Belastbarkeit.
Röllchenkurven für Kartons und Behälter
Röllchenkurven bestehen aus mehreren leichtläufigen, kugelgelagerten PVC-Röllchen. Diese sind asymmetrisch auf den einzelnen Achsen angeordnet und bilden eine breite Auflagefläche für das Fördergut. Die Anordnung unterstützt einen gleichmäßigen Lauf durch die Kurve.
Die angebotenen Röllchenkurven verfügen über eine Tragfähigkeit von bis zu 100 kg pro Meter und einen Innenradius von 700 mm. Sie sind mit Innenbahnbreiten von 400, 530 oder 660 mm erhältlich. Je nach gewünschter Richtungsänderung können Sie zwischen Ausführungen mit 45 und 90 Grad wählen.
Röllchenkurven eignen sich insbesondere für:
- Kartons mit stabilem und ebenem Boden
- Kunststoffbehälter
- Transportkisten
- Pakete
- Trays und andere formstabile Stückgüter
Das Transportgut sollte groß genug sein, um jederzeit auf mehreren Röllchen gleichzeitig aufzuliegen. Sehr kleine, weiche oder unregelmäßig geformte Produkte können sich verkanten oder zwischen den Röllchen absinken.
Rollenkurven für höhere Belastungen
Rollenkurven verwenden durchgehende, konisch geformte Rollen. Die unterschiedliche Rollengeometrie unterstützt die Führung des Förderguts durch den Kurvenverlauf. Unsere unangetriebenen Modelle sind mit leichtläufigen, kugelgelagerten PVC-Stahlrollen ausgestattet.
Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 150 kg pro Meter eignen sich Rollenkurven auch für schwerere Kartons, Kisten und Behälter. Die angebotenen Ausführungen besitzen einen Innenradius von 800 mm, eine Rolleneinspannlänge von 530 mm und einen Rollenzwischenraum von 50 mm. Sie sind ebenfalls mit einem Kurvenwinkel von 45 oder 90 Grad verfügbar.
Optional erhältliche Führungsschienen können dazu beitragen, das Fördergut seitlich zu führen. Dies kann insbesondere bei höheren Transportgeschwindigkeiten, unterschiedlichen Kartongrößen oder begrenztem seitlichem Spiel sinnvoll sein.
45 oder 90 Grad - welcher Kurvenwinkel ist geeignet?
Der benötigte Kurvenwinkel richtet sich nach dem geplanten Verlauf der Förderanlage. Eine 45-Grad-Kurvenbahn eignet sich für moderate Richtungsänderungen. Sie kann verwendet werden, um eine Strecke schrittweise umzulenken oder unterschiedliche Bahnelemente flexibler miteinander zu verbinden. Zwei 45-Grad-Elemente können außerdem kombiniert werden, wenn eine Richtungsänderung um insgesamt 90 Grad erforderlich ist.
Eine 90-Grad-Kurvenbahn führt das Fördergut rechtwinklig um eine Ecke. Sie wird häufig eingesetzt, wenn zwei gerade Förderstrecken im rechten Winkel aufeinandertreffen. Dadurch lassen sich beispielsweise Wandverläufe, Gebäudeecken oder die Anordnung mehrerer Arbeitsplätze berücksichtigen.
Neben dem Winkel ist der Innenradius zu beachten. Er bestimmt zusammen mit der Bahnbreite, wie viel Stellfläche das Kurvenelement benötigt. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, ob am vorgesehenen Standort ausreichend Platz für die gesamte Kurve und die angrenzenden Förderstrecken vorhanden ist.
Typische Einsatzbereiche von Kurvenbahnen
Förderbahnkurven werden überall dort eingesetzt, wo Stückgüter innerhalb eines Betriebs ihre Transportrichtung ändern müssen. Sie eignen sich sowohl für eigenständige Förderstrecken als auch zur Erweiterung bereits vorhandener Anlagen.
Häufige Einsatzbereiche sind:
- Versand- und Verpackungsabteilungen
- Lager und Kommissionierung
- Warenannahme und Warenausgabe
- Produktions- und Montagelinien
- Verbindung mehrerer Packplätze
- Übergänge zwischen Förderbahnen und Maschinen
- innerbetrieblicher Transport von Kartons und Behältern
Durch die Kombination mit geraden Schwerkraftrollenbahnen können individuelle Strecken aufgebaut werden. Unterstützer ermöglichen dabei die Anpassung der Förderhöhe. Je nach Aufbau können außerdem Verbindungselemente, Führungsschienen oder weiteres Zubehör erforderlich sein.
Unangetriebener Transport nach dem Schwerkraftprinzip
Die angebotenen Kurvenbahnen besitzen keinen eigenen Motor. Das Fördergut wird entweder manuell angeschoben oder bewegt sich bei einem entsprechenden Gefälle durch die Schwerkraft. Dadurch ist kein elektrischer Anschluss für den eigentlichen Transport erforderlich.
Unangetriebene Fördertechnik zeichnet sich durch einen vergleichsweise einfachen Aufbau und einen geringen technischen Aufwand aus. Die tatsächliche Laufgeschwindigkeit hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören das Gefälle, das Gewicht des Förderguts, die Bodenbeschaffenheit sowie die Leichtgängigkeit der Rollen oder Röllchen.
Das Gefälle sollte so gewählt werden, dass die Güter zuverlässig weiterlaufen, aber nicht unkontrolliert beschleunigen. Bei schweren Produkten oder längeren Förderstrecken können zusätzliche Brems- oder Stoppelemente sinnvoll sein.
Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten
Die passende Kurvenbahn muss auf das Fördergut und die gesamte Förderstrecke abgestimmt werden. Berücksichtigen Sie insbesondere folgende Kriterien:
Abmessungen des Förderguts: Die Bahnbreite muss genügend Platz bieten, ohne unnötig groß gewählt zu werden. Neben der Breite ist auch die Länge des kleinsten Transportguts wichtig, damit es sicher auf mehreren Rollen oder Röllchen aufliegt.
Gewicht und Belastung: Prüfen Sie das Gewicht der einzelnen Transportgüter und die zu erwartende Gesamtbelastung. Röllchenkurven sind für bis zu 100 kg pro Meter ausgelegt, Rollenkurven für bis zu 150 kg pro Meter.
Bodenbeschaffenheit: Ein geschlossener, stabiler und möglichst ebener Boden verbessert die Laufeigenschaften. Stark verformte Kartons oder Güter mit hervorstehenden Teilen können den Transport beeinträchtigen.
Kurvenwinkel und Radius: Wählen Sie zwischen 45 und 90 Grad entsprechend der geplanten Streckenführung. Beachten Sie dabei auch den Platzbedarf des jeweiligen Innenradius.
Aufstellung und Zubehör: Für die Montage innerhalb einer Förderstrecke werden in der Regel geeignete Unterstützer benötigt. Je nach Anwendung können außerdem Führungsschienen und weitere Verbindungselemente sinnvoll sein.
Kurvenbahnen passend zur Förderanlage auswählen
Mit der richtigen Kurvenbahn lässt sich der innerbetriebliche Materialfluss platzsparend und effizient gestalten. Entscheidend ist, dass Winkel, Bahnbreite, Tragfähigkeit und Rollenausführung zum jeweiligen Fördergut passen. Für typische Kartons und Behälter bieten Röllchenkurven eine leichtgängige Lösung. Bei höheren Belastungen können Rollenkurven mit PVC-Stahlrollen die geeignetere Wahl sein.
Berücksichtigen Sie bei der Planung nicht nur das einzelne Kurvenelement, sondern auch die angrenzenden Bahnen, die gewünschte Förderhöhe und den gesamten Streckenverlauf. Bei Fragen zur Auslegung oder zur Kombination mit vorhandener Fördertechnik beraten wir Sie gerne.
Häufig gestellte Fragen zu Kurvenbahnen
Was ist eine Kurvenbahn?
Eine Kurvenbahn ist ein Element einer Förderanlage, mit dem Kartons, Behälter und andere Stückgüter ihre Transportrichtung ändern. Sie verbindet in der Regel zwei gerade Förderstrecken miteinander.
Was ist der Unterschied zwischen Röllchenkurven und Rollenkurven?
Röllchenkurven bestehen aus mehreren kleinen PVC-Röllchen je Achse und tragen bis zu 100 kg pro Meter. Rollenkurven arbeiten mit durchgehenden, konischen PVC-Stahlrollen und sind für Belastungen bis zu 150 kg pro Meter ausgelegt.
Wann eignet sich eine 45-Grad-Kurvenbahn?
Eine 45-Grad-Ausführung eignet sich für kleinere oder schrittweise Richtungsänderungen. Zwei Elemente können bei Bedarf zu einer Umlenkung um insgesamt 90 Grad kombiniert werden.
Wann wird eine 90-Grad-Kurvenbahn eingesetzt?
Eine 90-Grad-Kurve wird benötigt, wenn eine Förderstrecke rechtwinklig um eine Ecke geführt oder mit einer quer verlaufenden Bahn verbunden werden soll.
Welche Bahnbreite sollte gewählt werden?
Die Innenbahnbreite sollte etwas größer als das breiteste Fördergut sein. Gleichzeitig darf das seitliche Spiel nicht so groß werden, dass Kartons oder Behälter innerhalb der Kurve ungünstig ausgerichtet werden.
Benötigen Kurvenbahnen einen Stromanschluss?
Nein. Die hier angebotenen Modelle sind unangetrieben. Das Fördergut bewegt sich durch manuelles Anschieben oder durch ein leichtes Gefälle und die Wirkung der Schwerkraft.
Welches Zubehör ist erforderlich?
Abhängig vom Aufbau können Unterstützer, Verbindungselemente und Führungsschienen benötigt werden. Die genaue Ausstattung richtet sich nach der Förderhöhe, dem Streckenverlauf und dem verwendeten Fördergut.