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Vollautomatisch

Vollautomatische Umreifungsmaschinen für effiziente Verpackungslinien

Bei regelmäßig wiederkehrenden Verpackungsaufgaben können manuelle Arbeitsschritte den Materialfluss verlangsamen. Vollautomatische Umreifungsmaschinen sorgen dafür, dass Kartons und andere Versandgüter ohne ständiges Eingreifen des Bedienpersonals sicher umreift werden.

Die Packstücke werden automatisch in die Maschine transportiert, an der vorgesehenen Position erkannt und mit Umreifungsband gesichert. Anschließend erfolgt der selbstständige Weitertransport zur nächsten Bearbeitungsstation. Auf diese Weise lassen sich mehrere Verpackungsschritte miteinander verbinden und kontinuierlich ausführen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Versand- und Logistikzentren
  • industrielle Fertigungsbetriebe
  • Warenlager und Distributionszentren
  • Druckereien und Verlage
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie
  • Großhandel und Versandhandel
  • automatisierte Kartonverpackungslinien

Die Umreifung stabilisiert das Packstück, hält Kartonklappen geschlossen und erleichtert je nach Anwendung die Bildung handlicher Versandeinheiten. Gleichzeitig können gleichmäßige Bandspannungen und wiederholbare Umreifungspositionen erreicht werden.

Wie funktioniert eine vollautomatische Umreifungsmaschine?

Der Arbeitsablauf erfolgt weitgehend ohne manuellen Eingriff. Das Packstück gelangt über angetriebene Rollen oder Förderbänder in den Umreifungsbereich. Sensoren beziehungsweise Fotozellen erkennen die Position und lösen den Umreifungsvorgang aus.

Das Umreifungsband wird durch den Bandführungsrahmen um das Packstück geführt. Anschließend spannt die Maschine das Band mit der eingestellten Zugkraft, verschweißt die Bandenden und trennt das verbrauchte Band ab. Danach wird bereits das nächste Band für den folgenden Arbeitszyklus bereitgestellt.

Der Ablauf lässt sich in folgende Schritte unterteilen:

  1. Automatischer Transport des Packstücks in die Maschine
  2. Erkennung und Positionierung im Umreifungsbereich
  3. Bandführung um das Packstück
  4. Spannen des Umreifungsbands
  5. Verschweißen und Abschneiden des Bands
  6. Automatischer Weitertransport

Je nach Aufbau der Verpackungslinie können eine oder mehrere Umreifungen durchgeführt werden. Auch die Position der Umreifung kann über die Förder- und Anlagensteuerung festgelegt werden.

Vorteile vollautomatischer Umreifungsmaschinen

Vollautomaten sind auf kontinuierliche Verpackungsabläufe und hohe Packstückzahlen ausgelegt. Gegenüber weniger automatisierten Lösungen bieten sie insbesondere bei wiederkehrenden Formaten und längeren Betriebszeiten deutliche Vorteile.

Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören:

  • automatischer Zu- und Abtransport der Packstücke
  • geringer manueller Arbeitsaufwand
  • hohe und gleichmäßige Taktleistung
  • reproduzierbare Umreifungsqualität
  • einstellbare Bandspannung
  • definierte Positionierung der Umreifung
  • Integration in Förder- und Verpackungslinien
  • Verarbeitung unterschiedlicher Kartonformate
  • Varianten für verschiedene Bandbreiten
  • Modelle mit zusätzlicher Packstückanpressung

Durch die Automatisierung kann das Bedienpersonal von wiederkehrenden Tätigkeiten entlastet werden. Gleichzeitig lassen sich Arbeitsabläufe besser planen und Verpackungsleistungen zuverlässiger kalkulieren.

Ausführungen in unserem Sortiment

Welche vollautomatische Umreifungsmaschine geeignet ist, hängt unter anderem von der Beschaffenheit der Packstücke, der gewünschten Fördertechnik und der erforderlichen Leistung ab. Unser Sortiment umfasst verschiedene Maschinenkonzepte für unterschiedliche Anforderungen.

Umreifungsvollautomaten mit angetriebenen Rollen

Modelle mit angetriebenen Rollen transportieren die Packstücke über den Maschinentisch durch den Umreifungsrahmen. Sie eignen sich besonders für stabile Kartons, Behälter und Pakete mit einer ebenen und ausreichend festen Unterseite.

Die Rollen ermöglichen eine direkte Einbindung in entsprechende Rollenbahnen. Dadurch können die Packstücke aus einer vorgelagerten Station übernommen und nach der Umreifung automatisch weitergeleitet werden.

Diese Ausführung bietet sich insbesondere an, wenn:

  • überwiegend stabile Kartons verarbeitet werden
  • eine Rollenbahn vorhanden ist
  • die Packstücke eine gut rollfähige Unterseite besitzen
  • ein geradliniger Materialfluss vorgesehen ist
  • eine wirtschaftliche Standardlösung benötigt wird

In dieser Produktgruppe finden Sie beispielsweise Modelle der Baureihe TP-601 mit angetriebenen Rollen im Maschinentisch.

Umreifungsmaschinen mit angetriebenen Förderbändern

Angetriebene Förderbänder bieten eine großflächigere Auflage als einzelne Rollen. Sie können daher Vorteile bei kleineren, leichteren oder weniger gleichmäßig geformten Packstücken bieten.

Auch Kartons mit einer empfindlichen oder nicht vollständig ebenen Unterseite lassen sich häufig zuverlässiger über Förderbänder transportieren. Die integrierte Sensorik erkennt das ankommende Packstück und steuert den automatischen Umreifungsprozess.

Modelle mit Förderbändern eignen sich unter anderem für:

  • leichte Kartons und Pakete
  • kleinere Packstücke
  • unregelmäßige Unterseiten
  • Verpackungslinien mit Gurtförderern
  • gleichmäßige und kontinuierliche Transportbewegungen

Unser Sortiment umfasst sowohl Standardmodelle der Baureihe TP-601 als auch Highspeed-Umreifungsvollautomaten der Baureihe TP-702.

Vollautomaten mit Förderbändern und Anpressung

Leichte, instabile oder nicht vollständig gefüllte Kartons können sich während des Umreifungsvorgangs verformen oder verschieben. Für solche Anwendungen stehen Maschinen mit zusätzlicher Anpressung zur Verfügung.

Eine Anpresseinheit fixiert das Packstück während der Umreifung von oben. Dadurch bleibt es in der vorgesehenen Position und kann bei Bedarf leicht verdichtet werden. Das Umreifungsband wird anschließend um das stabilisierte Packstück geführt.

Eine Anpressung ist besonders sinnvoll bei:

  • leichten oder instabilen Kartons
  • gewölbten Kartonklappen
  • nicht vollständig gefüllten Verpackungen
  • komprimierbaren Produkten
  • Packstücken, die während der Umreifung verrutschen könnten

In unserem Sortiment erkennen Sie diese Ausführungen unter anderem an der Modellbezeichnung BP. Sie kombinieren angetriebene Förderbänder mit einer zusätzlichen Anpresseinheit.

Highspeed-Umreifungsvollautomaten

Bei sehr hohen Verpackungsmengen kommt es auf kurze Zykluszeiten und eine zuverlässige Bandführung an. Highspeed-Modelle sind für besonders leistungsintensive Verpackungslinien vorgesehen.

Die Maschinen der Baureihe TP-702 stehen in verschiedenen Ausführungen mit Förderbändern sowie optionaler Anpressung zur Verfügung. Je nach Modell können unterschiedliche Bandbreiten verarbeitet werden. Angeboten werden unter anderem Varianten für schmale Umreifungsbänder mit 5, 6 oder 9 mm sowie Ausführungen für 12 mm breite Bänder.

Highspeed-Maschinen empfehlen sich insbesondere für:

  • hohe Packstückzahlen
  • mehrschichtige Verpackungsprozesse
  • kurze Taktzeiten
  • mehrere Umreifungen je Packstück
  • leistungsstarke Förder- und Sortieranlagen

Welche Leistungsstufe benötigt wird, sollte anhand der gesamten Verpackungslinie beurteilt werden. Eine besonders schnelle Umreifungsmaschine kann ihre Leistung nur dann vollständig nutzen, wenn auch Zu- und Abführung entsprechend ausgelegt sind.

Halbautomatisch, automatisch oder vollautomatisch?

Der passende Automatisierungsgrad richtet sich vor allem nach der Menge der Packstücke, dem vorhandenen Personalaufwand und der Einbindung in bestehende Fördertechnik.

Bei halbautomatischen Umreifungsmaschinen wird das Band von Hand um das Packstück gelegt und anschließend in die Maschine eingeführt. Das Spannen, Verschweißen und Abschneiden übernimmt das Gerät. Diese Maschinen eignen sich für kleinere bis mittlere Verpackungsmengen und wechselnde Packstückformate.

Automatische Umreifungsmaschinen besitzen einen Bandführungsrahmen. Das Packstück wird manuell in der Maschine positioniert, während der Umreifungsvorgang über einen Taster, Fußschalter oder Sensor ausgelöst wird. Sie bieten eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit, erfordern jedoch weiterhin die manuelle Handhabung der Packstücke.

Vollautomatische Umreifungsmaschinen übernehmen zusätzlich den Zu- und Abtransport. Sie sind daher besonders für kontinuierliche Verpackungslinien und hohe Durchsatzmengen geeignet.

Zusammengefasst unterscheiden sich die Ausführungen wie folgt:

  • Halbautomatisch: manuelles Umlegen und Einführen des Bands
  • Automatisch: manuelles Positionieren des Packstücks im Umreifungsrahmen
  • Vollautomatisch: selbstständiger Transport und automatische Umreifung

Die passende vollautomatische Umreifungsmaschine auswählen

Bei der Auswahl sollten nicht nur die Geschwindigkeit und der Preis der Maschine berücksichtigt werden. Entscheidend ist, wie gut das Modell zu den Packstücken und zum gesamten Verpackungsprozess passt.

Packstückgröße und Rahmenabmessung

Der Umreifungsrahmen muss ausreichend groß für die maximalen Packstückabmessungen sein. Gleichzeitig sollte er nicht unnötig groß gewählt werden. Ein passender Rahmen unterstützt eine zuverlässige Bandführung und kurze Arbeitszyklen.

In unserem Sortiment finden Sie verschiedene Rahmenabmessungen, darunter Ausführungen mit 650 × 500 mm, 850 × 600 mm und 850 × 800 mm. Maßgeblich sind jedoch immer die konkreten technischen Angaben des jeweiligen Modells.

Neben den maximalen Maßen sollte auch die kleinste verarbeitbare Packstückgröße berücksichtigt werden.

Förderrollen oder Förderbänder

Für feste Kartons mit stabiler Unterseite können angetriebene Rollen eine geeignete Lösung darstellen. Bei kleineren, leichten oder unregelmäßig aufliegenden Packstücken bieten Förderbänder häufig einen zuverlässigeren Transport.

Auch die vorhandene Fördertechnik spielt eine Rolle. Die Übergänge zwischen den einzelnen Maschinen und Förderstrecken sollten so geplant werden, dass keine störenden Spalten, Höhenunterschiede oder Richtungswechsel entstehen.

Mit oder ohne Anpressung

Eine Anpressung ist nicht bei jedem Packstück erforderlich. Bei stabilen, vollständig gefüllten Kartons kann eine Maschine ohne Niederhalter ausreichen.

Werden dagegen leichte, weiche oder gewölbte Verpackungen verarbeitet, kann eine Anpresseinheit die Prozesssicherheit verbessern. Sie hält das Packstück während der Umreifung in Form und reduziert unerwünschte Bewegungen.

Bandbreite und Bandspannung

Die Bandbreite sollte auf Gewicht, Stabilität und Empfindlichkeit des Packstücks abgestimmt werden. Schmalere Bänder eignen sich häufig für leichte Kartons und schnelle Verpackungsprozesse. Breitere Bänder können bei schwereren oder besonders stabil zu sichernden Packstücken sinnvoll sein.

Ebenso wichtig ist die einstellbare Bandspannung. Zu hohe Spannkräfte können empfindliche Kartons beschädigen oder eindrücken. Eine zu geringe Spannung bietet dagegen möglicherweise nicht die erforderliche Stabilität.

Integration in Fördertechnik und Verpackungsanlagen

Vollautomatische Umreifungsmaschinen werden häufig nicht als alleinstehende Geräte eingesetzt, sondern mit weiteren Verpackungsmaschinen kombiniert. Dazu gehören beispielsweise Kartonaufrichter, Kartonverschließmaschinen, Etikettiersysteme, Waagen sowie Rollen- und Förderbahnen.

Für eine zuverlässige Integration müssen mehrere Faktoren aufeinander abgestimmt werden:

  • Arbeitshöhe der einzelnen Maschinen
  • Förderrichtung und Transportgeschwindigkeit
  • Abmessungen und Gewicht der Packstücke
  • Position der gewünschten Umreifung
  • Signal- und Steuerungsschnittstellen
  • erforderliche Sicherheitsbereiche
  • Anzahl der Umreifungen
  • Abstand zwischen den Packstücken

Je nach Anwendung kann die Umreifungsmaschine auch mehrere Umreifungen an unterschiedlichen Positionen ausführen. Hierzu wird das Packstück nach dem ersten Arbeitsgang weiterbewegt und für die nächste Umreifung erneut positioniert.

Vollautomatische Umreifungsmaschinen fachgerecht planen

Ein Umreifungsvollautomat sollte immer im Zusammenhang mit dem gesamten Verpackungsablauf betrachtet werden. Neben der Packstückgröße und der erforderlichen Taktleistung sind auch die vorhandene Fördertechnik, das verwendete Umreifungsband und mögliche Formatwechsel wichtig.

Eine sorgfältige Planung verhindert, dass einzelne Anlagenkomponenten nicht zusammenpassen oder die Leistung der Maschine durch vorgelagerte Arbeitsschritte begrenzt wird. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl einer geeigneten Ausführung für Ihre Verpackungsaufgabe.

Häufig gestellte Fragen zu vollautomatischen Umreifungsmaschinen

Was ist eine vollautomatische Umreifungsmaschine?

Eine vollautomatische Umreifungsmaschine transportiert Packstücke selbstständig in den Umreifungsbereich und führt den gesamten Umreifungsvorgang automatisch aus. Dazu gehören Bandvorschub, Spannen, Verschweißen, Abschneiden und der anschließende Weitertransport des Packstücks.

Was ist der Unterschied zwischen automatischen und vollautomatischen Umreifungsmaschinen?

Bei einer automatischen Umreifungsmaschine wird das Packstück in der Regel von Hand im Umreifungsrahmen positioniert. Ein Vollautomat besitzt zusätzlich eine angetriebene Transporttechnik und kann in eine Verpackungs- oder Förderlinie integriert werden.

Ab welcher Verpackungsmenge lohnt sich ein Umreifungsvollautomat?

Eine allgemeingültige Mindestmenge gibt es nicht. Entscheidend sind die Packstücke pro Stunde, die Betriebsdauer, die Anzahl der Arbeitsschichten und der bisherige Personalaufwand. Besonders wirtschaftlich sind Vollautomaten meist bei regelmäßig hohen Stückzahlen und weitgehend einheitlichen Verpackungsprozessen.

Was ist besser: angetriebene Rollen oder Förderbänder?

Angetriebene Rollen eignen sich für stabile Kartons und Behälter mit ebener Unterseite. Förderbänder bieten eine größere Auflagefläche und können leichte, kleine oder unregelmäßig aufliegende Packstücke zuverlässiger transportieren.

Wann wird eine Anpressung benötigt?

Eine Anpressung empfiehlt sich bei leichten, instabilen oder nicht vollständig gefüllten Kartons. Sie fixiert das Packstück von oben und verhindert, dass es sich während der Umreifung verschiebt oder aufwölbt.

Welche Bandbreiten können verarbeitet werden?

Die mögliche Bandbreite hängt vom jeweiligen Modell ab. Im Sortiment befinden sich unter anderem Varianten für 5, 6, 9 und 12 mm breite Umreifungsbänder. Vor der Bestellung sollte geprüft werden, welche Bandabmessungen für die gewählte Maschine freigegeben sind.

Welche Rahmengröße ist die richtige?

Die Rahmengröße richtet sich nach dem größten zu verarbeitenden Packstück. Zwischen Packstück und Rahmen muss genügend Platz für den sicheren Transport und die Bandführung verbleiben. Gleichzeitig sollte der Rahmen nicht deutlich größer als erforderlich gewählt werden.

Können Vollautomaten in bestehende Förderanlagen integriert werden?

Ja. Dafür müssen unter anderem Arbeitshöhe, Förderrichtung, Geschwindigkeit, Steuerung und Packstückabmessungen abgestimmt werden. Bei komplexeren Anlagen empfiehlt sich eine individuelle technische Planung.

Wie schnell arbeitet eine vollautomatische Umreifungsmaschine?

Die Geschwindigkeit ist modellabhängig. Standardmodelle sind für kontinuierliche Verpackungsaufgaben mit mittleren bis hohen Leistungen ausgelegt. Highspeed-Ausführungen können je nach Modell und Packstück deutlich höhere Umreifungsleistungen erreichen. Die tatsächliche Linienleistung hängt zusätzlich vom Packstücktransport und der Anzahl der Umreifungen ab.

Welche Packstücke lassen sich vollautomatisch umreifen?

Typische Packstücke sind Kartons, Pakete, Behälter, Druckerzeugnisse und gebündelte Waren. Voraussetzung ist, dass Abmessungen, Gewicht und Beschaffenheit für den Transport durch die Maschine geeignet sind.