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Dreharmmaschinen

Dreharmmaschinen für das sichere Einstretchen von Paletten

Dreharmmaschinen ermöglichen das gleichmäßige und reproduzierbare Einstretchen palettierter Waren. Sie eignen sich besonders für schwere, instabile oder empfindliche Ladeeinheiten, die während des Verpackungsvorgangs nicht gedreht werden sollen. Anders als bei einer Drehtellermaschine bleibt die Palette stehen. Stattdessen bewegt sich ein rotierender Arm mit der Stretchfolie um die Ladung.

Auf diese Weise lassen sich auch Paletten sichern, deren Produkte bei einer Drehbewegung verrutschen, kippen oder beschädigt werden könnten. Die Maschine stabilisiert die Ladeeinheit für Lagerung, innerbetrieblichen Transport und Versand. Gleichzeitig sinkt der manuelle Arbeitsaufwand, während gleichbleibende Wickelergebnisse erzielt werden.

Dreharmmaschinen eignen sich daher für Industrie, Produktion, Lager und Logistik – insbesondere dort, wo regelmäßig Paletten verpackt werden und hohe Anforderungen an Ladungssicherung und Bedienkomfort bestehen.

Wie funktionieren Dreharmmaschinen?

Die Palette wird im Arbeitsbereich der Maschine direkt auf dem Hallenboden positioniert. Ein Drehteller oder eine Auffahrrampe ist nicht erforderlich. Nach dem Programmstart bewegt sich der Dreharm mit dem Folienschlitten um die stillstehende Ladeeinheit.

Während der Rotation fährt der Schlitten an der Palette nach oben und abhängig vom Programm wieder nach unten. Dadurch wird die Stretchfolie gleichmäßig über die gesamte Wickelhöhe verteilt. Zusätzliche Kopf- und Fußwicklungen können besonders beanspruchte Bereiche gezielt verstärken.

Eine Fotozelle erkennt die Palettenhöhe automatisch. Geschwindigkeit, Wicklungsanzahl und Programmablauf lassen sich an die jeweilige Ladung anpassen.

Vorteile von Dreharmmaschinen

Der größte Vorteil liegt in der stillstehenden Palette. Dadurch eignet sich diese Bauweise besonders für Waren, die auf einem Drehteller nicht ausreichend stabil wären.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • geeignet für schwere und instabile Paletten
  • schonendes Einstretchen empfindlicher Waren
  • keine Rotationsbewegung der Ladeeinheit
  • ebenerdige Beschickung ohne Auffahrrampe
  • gleichmäßige und reproduzierbare Wickelergebnisse
  • geringere körperliche Belastung
  • kontrollierter Einsatz der Stretchfolie
  • höhere Leistung gegenüber dem manuellen Einstretchen
  • anpassbare Wickelprogramme

Die Paletten können bequem mit Hubwagen oder Gabelstapler bereitgestellt werden. Auch leichte Produkte, unregelmäßige Kartonstapel oder Ladungen mit ungünstigem Schwerpunkt lassen sich ohne eigene Drehbewegung verpacken.

Für welche Waren eignen sich Dreharmwickler?

Dreharmwickler sind besonders sinnvoll, wenn die Stabilität einer Ladeeinheit durch eine Rotation beeinträchtigt werden könnte. Typische Anwendungen sind:

  • schwere Industriegüter
  • instabile oder unterschiedlich hohe Kartonstapel
  • empfindliche und leichte Produkte
  • hohe Palettenladungen
  • unregelmäßig geformte Ladeeinheiten
  • Paletten mit ungünstiger Gewichtsverteilung

Die Maschinen kommen unter anderem in Produktionsbetrieben, Versandabteilungen, Logistikzentren und Großlagern zum Einsatz. Sie schützen Ladeeinheiten vor dem Verrutschen, Auseinanderfallen und äußeren Einflüssen.

Dreharm-Stretchanlage TURN XL „M“ mit 2.000 mm Wickelhöhe

Die TURN XL „M“ ist für das Einstretchen schwerer, instabiler und empfindlicher Paletten ausgelegt. Da die Palette direkt auf dem Fußboden stehen bleibt, wird keine Auffahrrampe benötigt.

Die Anlage verarbeitet Paletten mit Abmessungen bis 1.200 × 1.200 mm und einer Wickelhöhe bis 2.000 mm. Je nach Palettenhöhe, Programm und Einstellung können bis zu 30 Paletten pro Stunde bearbeitet werden. Vorgesehen ist die Maschine für Paletten ab einem Gewicht von 50 kg.

Automatische Programme und manueller Betrieb

Für den automatischen Verpackungsvorgang stehen ein Kreuzwickelprogramm und ein Programm zum einfachen Hochwickeln zur Verfügung.

Beim Kreuzwickeln fährt der Folienschlitten nach oben und anschließend wieder nach unten. Die überlappenden Folienlagen sorgen für eine gleichmäßige Stabilisierung. Beim einfachen Hochwickeln endet der automatische Folienauftrag im oberen Palettenbereich.

Zusätzlich kann die Maschine manuell bedient werden. Kopf- und Fußwicklungen sind getrennt einstellbar, sodass stark beanspruchte Bereiche zusätzliche Folienlagen erhalten können. Die Auswahl der Parameter erfolgt über ein Drehrad, die Einstellungen werden auf dem Display angezeigt.

Einstellbare Geschwindigkeiten

Die Dreharmgeschwindigkeit lässt sich zwischen 7 und 11 Umdrehungen pro Minute einstellen. Der Folienschlitten erreicht Geschwindigkeiten von 2,6 bis 6,0 Metern pro Minute.

Dadurch kann der Wickelvorgang an Höhe, Stabilität und Beschaffenheit der Palette angepasst werden. Bei empfindlichen oder instabilen Produkten empfiehlt sich ein langsamerer Ablauf. Stabile Ladungen können mit höherer Geschwindigkeit verarbeitet werden. Auch die Überlaufzeit im oberen Palettenbereich ist einstellbar.

Automatische Höhenerkennung und Sicherheit

Eine Fotozelle erfasst die Höhe der Palette automatisch. Der Folienschlitten fährt dadurch nur so weit nach oben, wie es für die jeweilige Ladeeinheit erforderlich ist. Dies erleichtert den Wechsel zwischen unterschiedlich hohen Paletten.

Ein integrierter Sicherheitsrammschutz schaltet die Maschine ab, wenn der Dreharm auf ein Hindernis trifft. Rund um die Anlage muss dennoch ein ausreichend großer und gesicherter Arbeitsbereich vorgesehen werden.

Verarbeitung vorgedehnter Stretchfolie

Der Folienschlitten der TURN XL „M“ arbeitet mit einer mechanischen Bremse und eignet sich besonders für vorgedehnte Stretchfolie. Diese wurde bereits bei der Herstellung gereckt und lässt sich kontrolliert an die Ladung anlegen.

Verarbeitet werden können Folien mit folgenden Eigenschaften:

  • Folienbreite bis 500 mm
  • Folienstärke von 8 bis 35 µ
  • Rollenaußendurchmesser bis 250 mm
  • Folienkerndurchmesser von 76 mm
  • Rollengewicht bis 8 kg

Geeignete Folien und korrekt eingestellte Wickelprogramme helfen dabei, unnötige Folienlagen zu vermeiden und dennoch eine zuverlässige Stabilisierung zu erzielen.

Dreharmmaschine oder Drehtellermaschine?

Bei einer Drehtellermaschine dreht sich die Palette auf einem Teller. Diese Bauweise eignet sich vor allem für formstabile Ladeeinheiten, die durch die Rotation nicht beeinträchtigt werden.

Bei einer Dreharmmaschine bleibt die Palette stehen. Sie ist daher häufig die bessere Wahl für schwere, hohe, empfindliche oder instabile Waren. Zudem wird keine Rampe für einen Drehteller benötigt.

Welche Ausführung besser geeignet ist, hängt von Gewicht, Abmessungen, Standfestigkeit und gewünschter Verpackungsleistung ab.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die technischen Daten der Maschine zu den vorhandenen Ladeeinheiten passen. Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • maximale Palettenabmessungen
  • erforderliche Wickelhöhe
  • Gewicht und Stabilität der Ladung
  • gewünschte Leistung pro Stunde
  • benötigte Wickelprogramme
  • Art und Abmessungen der Stretchfolie
  • verfügbarer Platz und Sicherheitsbereich
  • Beschickung mit Hubwagen oder Gabelstapler

Empfindliche oder instabile Waren stellen andere Anforderungen an Geschwindigkeit, Folienzug und Wicklungsanzahl als kompakte Industriegüter. Eine fachkundige Beratung unterstützt Sie dabei, die Maschine und ihre Einstellungen an Ihren Verpackungsprozess anzupassen.

Häufig gestellte Fragen zu Dreharmmaschinen

Was ist eine Dreharmmaschine?

Eine Dreharmmaschine ist ein Palettenwickler, bei dem die Palette stehen bleibt. Ein rotierender Arm führt die Stretchfolie um die Ladeeinheit.

Wann ist eine Dreharmmaschine sinnvoll?

Sie eignet sich besonders für schwere, instabile, hohe oder empfindliche Paletten, die während des Wickelns nicht gedreht werden sollen.

Was ist der Unterschied zu einer Drehtellermaschine?

Bei einer Drehtellermaschine dreht sich die Palette. Bei einer Dreharmmaschine bewegt sich der Wickelarm um die stillstehende Ladung.

Können Paletten mit einem Hubwagen bereitgestellt werden?

Ja. Da die Palette bei der TURN XL „M“ direkt auf dem Fußboden steht, wird keine Auffahrrampe benötigt.

Welche Palettengrößen verarbeitet die TURN XL „M“?

Die maximalen Palettenabmessungen betragen 1.200 × 1.200 mm. Die Wickelhöhe liegt bei 2.000 mm.

Wie viele Paletten können pro Stunde verpackt werden?

Abhängig von Palettenhöhe, Programm und Einstellungen verarbeitet die Maschine bis zu 30 Paletten pro Stunde.

Erkennt die Maschine die Palettenhöhe automatisch?

Ja. Eine Fotozelle erfasst die Höhe und passt die Bewegung des Folienschlittens entsprechend an.

Welche Stretchfolie kann verwendet werden?

Geeignet ist vorgedehnte Stretchfolie mit bis zu 500 mm Breite, einer Stärke von 8 bis 35 µ und einem Rollengewicht bis 8 kg.

Lassen sich Kopf- und Fußwicklungen getrennt einstellen?

Ja. Beide Bereiche können separat eingestellt und bei Bedarf durch zusätzliche Folienlagen verstärkt werden.